Frühlingsgefühle

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Sie haben richtig gelesen: Ja, ich habe Frühlingsgefühle in mir, auch wenn heute der Himmel grau ist und einige Schneeflocken sich bis zum Boden wagen (zum Glück bleiben sie gerade mal nicht liegen…).
Ein Blick in den Garten sagt mir dennoch: Der Frühling lässt sich nicht aufhalten, er ist da! Die Wiese hinterm Haus leuchtet gelb vor lauter Primeln. Und da bin ich auch gleich beim heutigen Thema:

Hustenkräuter sammeln

Auch wenn momentan der Wind ums Haus pfeift und aus den derzeitigen 0°C gefühlte -4°C macht und es mich nicht wirklich hinausdrängt (heute bleib ich doch lieber beim gemütlichen Kachelofen im Wohnzimmer), so beschäftige ich mich doch gern mit dem Thema der Hustenkräuter.

Bei uns hier, auf ca. 500 m Seehöhe, wachsen derzeit aber nicht nur die Primeln, auch der junge Spitzwegerich reckt bereits seine zarten Blätter vorsichtig ins Freie, das Lungenkraut lugt hinter dem Haselstrauch hervor und auf der (ungedüngten) Wiese unserer Nachbarn sind auch bereits Löwenzahnblätter zu sichten. Und in meinem Garten gibt es auch schon Gänseblümchen und Veilchen.

Aber jetzt zum Hustentee! Was uns immer dagegen hilft, sind Primeln und Himmelschlüsseln, Veilchen, Gänseblümchen, Lungenkraut und Spitzwegerich. Und natürlich – wenn man ihn findet – auch der Huflattich. Dazu kommt noch entweder Thymian aus dem Garten oder Quendel von einer nahen Trockenwiese.

Trocknen

Ich sammle mein buntes Potpurri, trockne die Blüten und Blätter schonend und mische sie dann. Jedes der Kräutlein darf in einem braunen (offenen) Papiersackerl seine Trockenphase durchmachen. Auf diese Weise verstauben sie nicht und geben langsam ihre Feuchtigkeit ans Papier ab.

Tee

Und wenn dann das bunte Allerlei fertig getrocknet ist, kommt es in hübsche Dosen, wird natürlich auch beschriftet, und bei Bedarf wird ein Esslöffel davon mit heißem Wasser übergossen, 8 Minuten darf der Tee dann ziehen. Und mit Honig oder Kandiszucker gesüßt trinke ich ihn genussvoll.

Hustenbalsam

Auch der ist schnell hergestellt: eine Handvoll der gesammelten Kräuter (wobei für mich der Thymian den Hauptanteil stellt) wird als Heißauszug in Sonnenblumenöl ausgezogen. Das dauert bei niedriger Temperatur (ca. 50°C) etwa 3 Stunden. Oder mit einem Salbenöfchen etwa 2 Tage. Danach abseihen und auf 50 ml Ölauszug 4-5 g Bienenwachs aufschmelzen, gut einrühren und vor dem Abkühlen noch ätherische Öle dazugeben. Für Kinder nehme ich dafür Thymian linalool, bei Erwachsenen kommt eine Mischung aus Thymian linalool oder auch Quendel mit Cajeput hinein.

Bei 50 ml für Kinder max. 5-6 Tropfen ätherisches Öl verwenden, bei Erwachsenen dürfen es dann schon bis zu 15 Tropfen insgesamt sein.

Bleiben Sie gesund!

 

 

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