Dieses dritte der Feste des Keltischen Jahreskreises ist vielen Menschen gar nicht bewußt. Ausschlaggebend für das Datum ist der Mondstand: Es wird am 8. abnehmenden Halbmond gefeiert. Heuer ist das der 5. August (meinem Mondkalender zufolge).
Wir haben jetzt Hochsommer – die heißesten Tage des Jahres, die „Hundstage“.
Auf den Feldern herrscht Hochbetrieb, die Ernte muss ins Haus – ein Wettlauf mit der Zeit und dem Wetter. Schneidet man das Korn zu früh, ist es mitunter noch nicht ganz reif. Lässt man sich zu viel Zeit, zerstört vielleicht ein Gewitter die Chance auf eine gute Ernte, lässt das Korn ausfallen oder gar, im schlimmsten Fall, verfaulen.
Die Natur fördert diese Entscheidungen nicht nur, sie verlangt sie nun auch und bietet den stimmigen Rahmen dafür. Das Handeln und Tun muss aber selbst, eigenverantwortlich entschieden werden.
Lammas
Dieses Fest hat auch einen altchristlichen Namen, Lammas. Das Wort kommt vom angelsächsichen hlaf-mass bzw. „loaf-mas“ und bedeutet so viel wie: das Fest, die Messe mit dem ersten, aus dem heurigen Korn gebackenen Brotlaib (Loaf) bzw. das Fest der ersten Früchte.
Diesem Brot wurde besondere Kraft nachgesagt und dieses erste Erntefest war ein spiritueller Auftakt für die Ernte, die bis Ende September, bis zu Michaeli (29.09.), unter Dach und Fach sein musste. Das Fest ist eine Mischung aus ausgelassener Freude (Motivation und Bestätigung) inmitten anstrengender Arbeit. Es wird auch „Schnitterfest“ genannt.
Der ältere Name ist jedoch Lughnasadh – das bedeutet die Hochzeit des Lichtes, gleichzeitig jedoch auch „der Tod des Lugh“. (Übrigens: das Wort für Licht ist in lateinischer Sprache „Lux“ – klingelt’s da?) Es ist jetzt auch die Zeit, wo die Tage wieder kürzer werden, und das spürt man!
Jetzt im August geht es um Ernte und Verantwortung. Die Fülle des Sommers, die Ernte der Felder, die ersten reifen Früchte – die Natur ist so reich und schenkt uns so viel!







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