Das Marienblatt

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In meinem Garten wächst seit dem vergangenen Jahr ein Pflänzchen namens Marienblatt (Chrysanthemum balsamita). Es ist eine alte Bauerngartenpflanze – wild kommt es eigentlich nicht vor, soweit mir bekannt ist.

Das Marienblatt gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae), es ist mehrjährig und seine Blätter können als Tee verwendet werden, aber ich verwende es gerne auch als Würzmittel für meine Salate.

Für den Tee wird das Marienkraut entweder getrocknet oder in frischem Zustand verwendet. Ich nehme dafür etwa 1 Teelöffel getrocknetes Kraut (oder etwas mehr vom frischen), geb gern auch noch ein paar Blüten vom Odermennig dazu und – wenn nötig – für die Stärkung meines Immunsystems einen halben Teelöffel Cistrosentee. Einen guten Teelöffel voll mit dieser Mischung übergieße ich mit einer Tasse kochenden Wassers – 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und etwas abgekühlt (oder auch als „Eistee“) trinken.

Die Inhaltsstoffe weisen auf eine gute Wirksamkeit bei Leber-, Magen- und Nierenproblemen hin: Wir finden hier Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glykoside, aber auch ätherische Öle. Das Kräutlein wirkt jedenfalls verdauungsfördernd und krampflösend.

Die Blüten des Marienblatts sollen den Blüten des Rainfarns ähnlich schauen. Meines hat leider bis jetzt noch nicht geblüht, ich kann daher den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen. Vielleicht heuer im Sommer…

Von einer älteren Frau hab ich gehört, dass es üblich war, die getrockneten Blätter vom Marienblatt in die Gebetbücher hineinzulegen. Immer dann, wenn’s in der Kirche „langweilig“ und „zum Einschlafen“ war, haben die Frauen dann daran geschnuppert – und waren wieder aufmerksam  🙂 .

Marienblatt passt übrigens im sommerlichen Getränk auch sehr gut zu Pfefferminze oder Apfelminze!

 

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