Salomonsiegel-Wurzeln

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Heute beim Waldspaziergang hatte Kurt „zufällig“ eine kleine Schaufel mit – wir waren auf „Wurzeljagd“. Die Herbstsonne strahlte vom Himmel (im Schatten war’s ziemlich frisch) und leichte milchige Wolkenschleier zogen über uns dahin.

Mein Ziel der Begierde war eine Salomonsiegel-Wurzel. Ich schätze die Heilkraft dieser Würzel in Kombination mit Beinwell und Nelkenwurz sehr. Die Mischung dieser drei Wurzeln in Form einer Salbe hilft gegen so allerlei Beschwerden, vor allem bei Prellungen, Brüchen und stumpfen Verletzungen diverser Art.

Wir wurden fündig und Kurt übernahm heute das Graben (ich tu mir beim Bücken aktuell noch ziemlich schwer). Ein paar schöne Wurzelstückchen wanderten in unseren Papiersack und darin mit nach Hause. Jetzt sind die Stückchen zerschnitten und dümpeln in ihrem Ölauszugsbad in meinem Salbenöfchen vor sich hin. Morgen sind dann die Beinwellwurzeln dran, danach jene der Nelkenwurz. Und dann ist die Zeit des Salbenrührens angesagt.

Hilfreiche Beinwell-Salomonsiegel-Nelkenwurz-Salbe:

Normalerweise mische ich die Wurzelauszüge im Verhältnis 3:2:1. Mein Salbenrezept bringt eine eher weiche Salbe hervor: auf 30 ml Ölauszug kommen 2g Bienenwachs.

Um die Salbe wirksamer zu machen, gebe ich ätherische Öle dazu, für Schmerzlinderung nehme ich folgende Mischung:

8 Tropfen Cajeput
5 Tropfen Wacholderbeere
2 Tropfen Rosmarin cineol
2 Tropfen Lavendel fein
15 Tropfen Grapefruit complet (weil ich den Geruch so gern mag)
Von dieser Mischung kommen 5 Tropfen in die 30 ml Ölauszug. Mehr ist nämlich nicht nötig, die Öle sollen die Wurzelöle ja nur unterstützen.

Informationen zum Salomonsiegel

Auf dem nebenstehenden Bild sind die bereits gelben Blätter des Salomonsiegels zu sehen.

Salomonsiegel wächst gerne an Waldrändern, im lichten Schatten. Das Echte Salomonsiegel (Polygonatum odoratum) ist genaugenommen eine Giftpflanze. Blütezeit ist von Mai bis Juni. Typisch für die Pflanze ist der überhängende Stängel, die Blätter sind in grünem Zustand jedenfalls meist nach oben gerichtet. Die weißen Blüten duften stark und hängen einzeln oder manchmal auch zu zweit. Der Stängel ist kantig. Hängen mehrere Blüten beisammen, so handelt es sich um die vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum), die ebenfalls giftig ist. Ihr Stängel ist rund.

Man hat die Weißwurz und das Salomonsiegel, beide also, in der Volksheilkunde immer als Hilfe bei Prellungen, Verrenkungen und Verstauchungen äußerlich erfolgreich eingesetzt. Und auch einen Mythos dazu gibt es: mit diesen Pflanzen können böse Geister und Dämonen vertrieben werden.

 

 

 

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