Germteig

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Letzthin wurde ich gefragt, warum ich so gerne Germteig-Bäckereien herstelle. Nun, das ist einfach gesagt: Ich finde Germteig interessant! Er ist genaugenommen sehr vielseitig und kann sowohl „süß“ als auch „pikant“ veredelt werden.

Mein Germteig ist die Abwandlung eines alten Familienrezeptes und mittlerweile nicht nur in unserer Familie und in unserem Freundeskreis beliebt. Germteig ist einfach und doch wieder kompliziert – man muss ihn verstehen lernen.

Warum, so wurde ich gefragt, muss man ihn verstehen? Nun ja, er „spricht“ mit uns in seiner eigenen Sprache. Und wenn man genau zuhört, dann macht er das doch tatsächlich!

Habe ich Sie jetzt neugierig gemacht, wie mein Germteig gemacht wird? Also gut, hier das Rezept:

Zutaten:

3 Eier
ca. 1/4 l Milch (angewärmt auf ca. 40°C)
ca. 60 g Butter (je nachdem, was daraus entstehen soll)
ca. 350 – 400 g Universal-Mehl
1 Packerl Trockengerm
1 Prise Salz
ca. 60 g Zucker (wenn es süß werden soll)
1 große Handvoll Rosinen (wenn es süß werden soll und sie hineinpassen)
1 Esslöffel Rum

Alle Zutaten gut miteinander vermischen und den Teig schlagen. Ich mach das immer mit einem Kochlöffel – Germteig mag den persönlichen Zuspruch und keine Küchenmaschine. Und dann beginnt er nach ein paar Minuten, schmatzend mit mir zu reden. Ist er glatt abgerührt, dann darf er jetzt mal für eine gute Stunde zugedeckt (und in eine Decke gewickelt) ruhen. Danach wird er nochmals durchgeschlagen, so lange bis er wieder blubbert und schmatzt. Noch einmal muss er ruhen, diesmal reichen 45 Minuten. Dann kann man ihn bereits in eine Form füllen, deckt ihn wieder zu und lässt ihn nochmals für 30 Minuten in Ruh.
(Soll daraus ein Strietzel werden, dann wird er nicht in die Form gefüllt, sondern geflochten, er hat gerne zumindest 5 Stränge…).
Dann wird gebacken, am besten zuerst etwa 10 Minuten nur mit Unterhitze, dann für ca. 30-35 Minuten mit Heißluft, bei max. 180°C.

Mit diesem Rezept möchte ich Ihnen jetzt schon Gusto machen. Worauf – das wird noch nicht verraten!

Guten Appetit!

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