Adventrätsel Teil 3

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Ich wünsche Euch einen wunderschönen 3. Adventsonntag!

Die Pflanze, nach der wir heute suchen, ist einerseits Gewürz, andererseits schenkt sie uns auch ätherisches Öl.

 

Das Gewürz

Wie man vermuten darf, ist das Gewächs in Europa nicht heimisch. Es handelt sich um einen Baum, der zu den Myrtengewächsen gehört. Er ist immergrün, kann bis zu 20 m hoch werden, und ist im Frühling und im Herbst mit gelblichweißen Blüten übersät.

Bereits etwa 2500 Jahre v.Chr. findet man Hinweise darauf, dass China mit den getrockneten Blüten dieses Baumes regen Handel betrieben hat. Man verwendete sie zum Kochen, aber auch als Räucherwerk gegen böse Geister.

Im frühen Mittelalter war dieses Gewürz so kostbar wie Gold. Und es war an den sogenannten „Gewürzkriegen“ quasi „mitbeteiligt“, war es doch oftmals die Ursache für kriegerische Auseinandersetzungen.

Seit dem 13. Jahrhundert ist das gesuchte Gewürz ein fester Bestandteil der Klosterheilkunde. Davor wurde es bereits von Hildegard v. Bingen bei „Kopfbrummen“ und gegen „Wassersucht“ empfohlen, man half sich damit auch gegen die Pest. Es gehört aber auch zu einer ganz besonderen Spezialität, die vor allem in der Vorweihnachtszeit Saison hat.

Wie bei so vielen anderen Gewürzen hielten die Holländer lange Zeit das Monopol für den Handel mit dem gesuchten Gewürz. Sein Name kommt übrigens von seinem Aussehen… bereits im Mittelalter … UPS! jetzt hätte ich’s beinah selbst verraten! Nur so nebenbei: es brennt – pur angewandt – ein wenig auf der Zunge…

Es gibt übrigens einen einfachen Test, mit dem man feststellen kann, ob das Gewürz frisch ist oder schon einige Zeit am Buckel hat…

Das ätherische Öl

Das ätherische Öl der gesuchten Pflanze ist nicht ganz ohne! Es enthält bis zu 90% Phenole und Phenylpropanderivate, wie beispielsweise Eugenol. Aber durch die Ester ist auch das ätherische Öl extrem aromatisch. Und es kann viel, wenn man es gewissenhaft und vorsichtig einsetzt: Eine Studie aus dem Jahr 1990 besagt, dass bereits eine Lösung von 0,05% Tuberkulosebakterien abtöten kann.

Man kann also sagen, dass das ätherische Öl stark antiseptisch, krampflösend und antibakteriell wirkt. Es wird besonders gerne im Mundwasser oder in der Zahnpasta verwendet, vor allem bei Zahnschmerz und Zahnfleischentzündung, denn es wirkt schmerzlindernd. Diese Wirkung wird durch das Eugenol vor allem erzielt. Man sollte das ätherische Öl immer gut verdünnt anwenden, es ist sehr haut- und schleimhautreizend.

Es ist ein ausgesprochen wärmendes Öl! Für Frauen wichtig: es wirkt auf die Gebärmutter ein und fördert Wehen – daher bei Schwangeren bitte niemals körperlich anwenden (es sei denn, die Geburt läßt auf sich warten). Ebenso wäre es für Babys und Kleinkinder absolut unverträglich.

In der Duftlampe verwendet gehört es zu den typischen vorweihnachtlichen Gerüchen, Sie kennen es ganz bestimmt!

Hinweise zur Pflanze finden Sie auch in meinem Buch „Hydrolate – Sanfte Heilkräfte aus Pflanzenwasser“ (klick!), denn es gibt auch ein Hydrolat davon!

 

Preisrätsel:

Notieren Sie den Namen der Pflanze (bzw. des ätherischen Öls) zu den beiden anderen der ersten beiden Adventsonntage. Bald haben Sie es geschafft – in einer Woche gibts den 4. Teil! Danach mit dem Formular, das Sie beim letzten Rätselteil finden werden, an mich senden und das Weihnachtsengerl wird aus den eingegangenen richtigen Einsendungen die drei Gewinner*innen ziehen. Es handelt sich um ein Ratespiel, unter Ausschluss des Rechtsweges!

 

 

 

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